Home
Lars Daedelow
Jan Egge Sedelies
Die Kamalattonen
Termine
Download
Macht Worte! Der Poetry Slam
Kontakt und Links
 


Wohin mit den Gedanken, die uns an Abenden nicht einschlafen lassen. Neue Qualitäten der Waffen- und Kriegsbilder, gesellschaftliche Verelendung. Nur die tätige Hoffnung auf ein anderes, auf ein besseres Leben, kann die irrational verselbständigte Maschine anhalten. Wir brauchen kein Glück, wir brauchen Zufriedenheit. 


Alles begann im Sommer 1979. Der Larsen, ein Pfunds Kerl, erblickte im niedersächsischem  Braunschweig das Tageslicht. Mit zunehmendem Alter wurde er widerspenstiger und zynischer und zog Mitte der 80er Jahre nach Hannover. Dann Kita und Grundschule. Schnell entdeckte er seine Fähigkeit Geschichten zu erfinden und Diskussionen zu führen. Wurde schnell aufmüpfig, zettelte Demonstrationen an, machte ANTIFA-Arbeit, hörte Punkrock und besuchte jedes Jahr die hannöverschen Chaostage. Er ging aufs Wirtschaftsgymnasium, spielte Theater und traf dabei auf den Egge. Die beiden tranken, rauchten und diskutierten viel. Sie fuhren häufig nach Berlin und den Rest der Republik um Flohmarktkisten nach Büchern zu durchforsten. Beide waren dann Mitherausgeber des Kassibers, lernten direkte Aktion und Kommuneleben im Wendland kennen und arbeiteten ab 1999 in der Kulturredaktion bei Radio Flora. Der Lars und der Egge machten Radiobeiträge über Folter und Knast, Anarchismus und Literatur und trafen ehemalige RAF und Blues-Kämpfer. Dann Beginn einer Photographenlehre. Es folgten Lesungen und Veranstaltungsreihen, wie z.B. im Anderen Kino, Glocksee, FAUST. Lars reiste auch sehr viel, besuchte anarchistische Projekte in Spanien und vergnügte sich im Baskenland oder in Kantopouli, wo der politische Autor Ritsos in der Verbannung weilte. Er schrieb Beiträge für die Nachrichtenredaktion bei Hit-Radio Antenne und versuchte sich als Punkerstatist bei den öffentlich Rechtlichen. In Hameln besuchte er Knackis und seinen Zivildienst machte er in der geschlossenen Psychiatrie. Zahlreiche Lesungen und open mics unter verschiedenen Namen in und um Hannover, Kamalatta-Kamalatta Radiokolumne auf Radio Flora, dann Mitherausgeber und Autor des Konvoluts. Veranstalter von Lesungen des AOM und des Running Mics I, II und III.




"...der punkt ist, dass die situation täglich anders ist und du einfach unmaterialistische scheiße im hirn hast..." (u. kassiber 63)

Du musst alles geben, dich selbst entwickeln und morgen noch einkaufen gehen. Konsumbesessenheit, Fixierung auf`s Kapital, was kostet ein Rattenschwanz. Drogen lähmen dich, Vollmondlicht schaut in das Dachfenster, Vollmondlicht hindert dich nicht am Einschlafen. Diese Kinder, sie haben schön gesungen, es war Talent unter ihnen. Schreie zerschlagen das Kalkül und Menschen beziehen sich auf ihre individuellen Charaktere. Solidarität heißt nicht Kameradschaft und ein dunkles Auge zum sich ansehen, scheint prima in den Dämmer. Da ist Krieg, da ist auch ihr Krieg, aber wo ist nicht Krieg?

Alles geben für die Freiheit ist steinig und dunkle Gedanken kreisen wie die Geier ums Aas. Dazu wenig Licht und dicke Luft aus einem Benzin- und Heizölgemisch, so riecht vielleicht die Maiwiese. Ich öffne das Fenster, sehe Greise in der Einkaufspassage, die nudeldicke Dirn. Eine junge Lady in buntem Kleid und mattem Teint. Verstrahlte Weißrussen von Tschernobyl und spielende Kinder mit Playmobil. Erblicke die Bauarbeiter und ihren Alkoholgenuss und Nacktbadestrände auf Sylt. Verseuchte Flüsse, Lottogewinne, soziogene Träume, den Stückakkordarbeiter, Tierversuchslabore, abgestorbene Lieblingsbäume, schnauzbarttragende Volkspolizisten und Kriminalkomissare. Journalisten und Politiker, Vizekanzler und Friedenspanzer. Ich spüre Popkonzert und el cinema, Schützenfeste und weiße Bräute. Kolporteure con amore und Junkies die auf der Konjunktur bauen. Eine frisierte Enkelin mit Porzellanspardose, einen aufmerksamen Nachbarn in Jogginghose, Leistungssportler mit teurem Gerät, junge Damen mit Bullemie und Einzelfälle von BSE. Pfaffen, Nonnen, Pastoren und Juroren. Den Mann, der von der Stütze lebt, mit Zucker im Haar und proletenhaftem Gang, erspähe den Manager, der in das benachbarte Bordell zieht; treffe Bettnässer, Transvestiten, Faschisten, Patrioten und weggeschlossene Vollidioten, Jäger mit Schrot in der Flinte und Pomade in der Buxe.

Du wachst kurz auf, reibst dir die Augen an geöffnetem Fenster, schaust nachdenklich, frierst und schwitzt zugleich. Du versuchst an schöne Zeiten zu denken, umarmst dich, willst dich trösten, einen Kuss nur riskieren, vielleicht auf die Wange oder sanft auf den Mund, aber das geht nicht. Die Bilder um uns herum, die kenne ich, die kennen mich, sind einem treu, verlassen und verblassen einem nicht.

Du machst das Licht nicht aus und völlige Übelkeit stellt sich auch nicht ein. Die Uhr tickt nur vertrauensvoll, weil du sie nicht siehst. Du könntest kotzen, den Müll den du die Jahre schlucken musstest, ausrotzen. Vampire um dich herum, saugen die letzten Reserven aus dir heraus, Kannibalen kochen dich, diese ausgekochten toten Stück Fleischfetzen, die in den Armen ihrer glatten blassgeschminkten Bräuten liegen, die Stricke für die Hälse ihrer Liebsten binden.

So viele Menschen scharen sich in einer Stadt voll Waren: Braune, grüne, uniformierte und kleinkarierte, abstinente und dekadente Gestalten, tanzen den Walzer der Innovation. Retortenkinder denen Geifer aus den Mundwinkeln rinnt, spielen Basketball und treffen Ammen mit frischem Gemüse in geflochtenem Korb. Dirnenspei mit dem Geruch zahlreicher Freierwürstchen, wäscht das sich ekelnde Kindergesicht, das sich zwar sträubt, jedoch nicht flieht. Dir begegnen plötzlich Massenmörder, die sich als Buchhalter ausgeben, kompromittierende Kritiker und Teppich knüpfende Kinder, mit dem Schliff, der Reinheit und dem Glanz afrikanischer Diamanten. Eine Hand voll Zeitarbeiter mit der Springer unter dem Arm, vor Apparaturen mit gekühlter Cola aus den USA.

Vollautomatische Kühlschränke, die über das Todesfasten so genannter kurdischen Genossen berichten, über Folter am Genital und Rekrutenvereidigung in der Hans-Martin-Schleyer-Halle zu Stuttgart. Du riechst Kellerkiffer und Zechenpreller, Messerstecher, Unratfresser und Besserwisser. Egoisten und Anarchisten die Barrikaden aufbauen, während ungewollte Besuche in der Nachbarschaft zu Suizidversuchen führen. Dort hörst du lamentierende Weinkenner, die über den Bibliothekenbau spekulieren, hier misstrauische Parkpenner, angesichts der Resonanz von Pornosendern und Rennfahrern in Lastkraftwagen. Du schaltest das Licht an, denkst an den Stapel Arbeit, der sich seit Wochen vor deinem Bett auftürmt. An den Glücksspielmillionär aus der Boulevardpresse, an den Vertrag von Rambouillet und an den Aspiranten der unterlag. An Nobelpreisträger, an den Fahrradkurrier, an die frustrierte Wohnmobilprostituierte, deren Kasse stimmt. Wahrscheinlich denkst du an die Leute, die das viele Geld zählen, an die Wohnungsvermieter, Dosenbiertrinker, an Impotente und Grafitti-Sprayer. An das Comin-out der Homosexuellen, an die Sonderschüler, an Intellektuelle und nationalbewusste Kleingärtner. Streber studieren vor Illustrierten, während Punker elektronische Fussfesseln und die Nadel in der Backe an Hippies verkaufen.

Und diese Unentschlossenheit, denn wie war das noch mit Grams und irgendwie auch mit Vesper, mit von Schubert und Norbert Kubat, mit Siegurt Debus und Halim Dener. Wohin, fragst du dich, an solchen Abenden, die dich nicht einschlafen lassen, wohin mit denen, die nach der Uhrzeit fragen, mit denen, deren Infantilität in Lethargie versinkt, mit den Leuten, die sich andauernd Geld bei dir leihen, mit denen die nach Freiheit schreien. Mit denen die wachen, die lesen von dieser Zeit und wohin, frage ich mich, mit dem der übrig bleibt, der davon schreibt.









Klaus hatten sie in der Psychiatrie das halbe Ohr abgebissen,
am liebsten hörte er Schlager von Ronnie
dann sah man deutlich den vernarbten Bissansatz,
während er flüsterte

Petra schlief mit den meisten männlichen Patienten
Für einen Teebeutel oder zwei selbst gedrehte Kippen
Zwischen den Nikotinfingern, eben promisk

Andreas hatte zig Raubüberfälle hinter sich und rettete sich
Mit der Einweisung vor nicht endender Haft

Martin hatte Kommunikationspädagogik studiert
Und sah nun völlig verängstigt,
nach Fenstersturz auf verschlossene Tür

Uwe war Säufer und hat drei Erwachsene Kinder
An die Geburt seines ersten erinnert er sich noch leise
Und faselt von Keuschheit und Bier

Harald war Manager auf Tobago und hatte Korsakow abonniert,
Er kannte mich immer nur  1 Minute und 16 Sekunden
und jeden Tag stellte er sich mir besonders edel vor, weil es angeblich
der Wind war, der sein Hirn zerstreute, dass er als federleicht empfand

Georg hatte es gut zu Haus und hat von der Welt viel gesehen
Zwei Ziele vielleicht noch vor Augen, im Irak oder Iran
Leise geht er jetzt die Höhle im Blick, tapp, tapp, tapp…
Manchmal ändern sie nur ihre Frisur

Konklusionen, Schicksale, Schläge, Schüsse






In Anlehnung an Martha Bricksom

Lerne zuhören, und du wirst auch von denjenigen Nutzen ziehen, die nur "dummes Zeug" reden (Platon)


Vor einigen Tagen war ich mit meiner Freundin in der Innenstadt unterwegs in der Hoffnung einige Besorgungen machen zu können. Es war sehr laut gewesen, Autos fuhren durch Gassen, Fahrradfahrer und Bahnfahrer klingelten vorbei und an mobilen Bratwürstchenständen boten verschwitzte Händler ihre Würste feil. Solche, die in der Regel, aus zerkleinertem Fleisch, Speck, Ei, Gewürzen und Nitritpökelsalz oder Kochsalz in Massen hergestellt und in Kunstdärme abgefüllt werden und deren  pro Kopfverbrauch in Deutschland auf 6 bis 8 Kilogramm jährlich geschätzt werden mag.

Überall schien Ausverkauf, Lastschriftverfahren, Produktion und Verbrauch zu dominieren, während zu meiner Rechten, ein kleines Mädchen mit bunten Polyamidohrenschützern, peripher an ihrer roten Zuckerstange zullte. Vorbei an Sidolinschaufenstern der edlen Boutiquen, an Confessorien mit verzierten Pralinen, fing ich an von meiner neuen Arbeitsstelle zu erzählen, von der Arbeit inmitten eines Archivs, welches wohl mehr als hunderttausend Krankenakten quartierte. Täglich, erklärte ich ihr, habe ich Dokumente der Patienten zusammenzuführen, wobei sich darunter doch allerlei Kuriosa fänden. Zum einen die Diagnosen der Ambulanzen zum Neujahreswechsel, mit Vergiftungen und Verkehrsunfällen aller art, zum anderen deren versicherungstechnischer Erläuterungen anhand der Papiere.  So schilderte ein 70 Jähriger Mann den Verlauf und die Ursache seines Unfalles wie folgt: "Ich fuhr durch die Au. Plötzlich kamen von links und rechts mehrere Fahrzeuge. Ich wusste nicht mehr wohin und dann krachte es vorne und hinten."

"Der andere Wagen war absolut unsichtbar, dann verschwand er."

"Das andere Auto kollidierte mit dem meinigen, ohne mir vorher seine Absicht mitzuteilen."

"Ich überfuhr einen Mann. Er gab seine Schuld zu, da ihm dies schon einmal passiert war."

"Als mein Auto von der Straße abkam, wurde ich hinausgeschleudert. Später entdeckten mich so ein paar Kühe in meinem Loch."

Meine Freundin lachte laut auf, nahm mich bei der Hand und stellte Vermutungen an: „ Wahrscheinlich wollte er mit diesem Nonsens, deren Verknüpfung nach den Gesetzen von Logik und Semantik unmöglich ist, nur seine Unschuld legitimieren.

„Sicher, aber wie abwegig, abstrus, folge- und denkwidrig das klingt.

Da verursacht jemand einen Unfall zu beschönigen, überfährt einen Passanten, zig Autos sind Schrott und überhaupt, was haben verdammt noch mal die Wiederkäuer damit zu tun?“

Das ist doch ein Paradoxon!“

Wir wurden uns schnell einig und ich berichtete ihr ferner von sonderbaren Namen, die es da auf Karteikarten gäbe, Namen wie Erika Kotzte, Frau Maise geborene Fink oder was mich wirklich erschütterte, ein  männlicher Patient, der tatsächlich sein Leben lang auf den Namen Hans Wurst zu hören schien.

Ich meine, laut Onomasiologie, bezeichnet ein Name, doch eine Person, ein Lebewesen oder eine Sache zum Zweck der eindeutigen Identifizierung und werde weithin als Summe der Merkmale verstanden.

Wir sahen darin Ahndung und beendeten an der Eingangstüre eines großen Warenhauses  das Thema. Angebote lockten, Wühltische mit Kalendern und weite Stände mit Büchern die in solch hohen Auflagen gedruckt und verlegt wurden, das sie nur gut seien konnten, um sie zu verramschen, Ghostwriter, Gerüche der Verwesung, darunter der Titel Christoph Daum, „Ein Komplott“, Fragezeichen, offensichtliche Kritik an den Buchmarkt, an Profitorientierung, Trivialkonsumtion und Freiraumpoesie. Wir nahmen den Heimweg, kalt war es und ich war überrascht, was die Klimaanlagen in großen Kaufhäusern so ausmachen. Vorbei an Marktplatz und ehemaligem Handelskontor, an Mauerwerk das sich in Blockverband und Querverband  abwechseln zu schien fröstelte es, während meine Freundin plötzlich inne hielt, sich aufmerksam an mich wandte und leise sagte:“ Hörst du die Grille“, hörst du auch die Grille zirpen?“ ich war verwundert, hörte Fußgetrappel und Menschenmenge, das Rascheln der Einkaufstüten, ein Potpourri aus Metropolenlärm und städtischem Alltagstrott.

„Nein, sagte ich, überhaupt nicht, Lärm höre ich, nichts als Lärm, du musst dir das einbilden, außerdem hab ich noch nie eine Grille mitten in der Stadt gesehen, du sinnierst“    

"Nein, sagte sie, wirklich, hör doch, hörst du die Grille nicht, komm hier entlang, ich werd sie dir finden, ich höre sie laut und deutlich!“

Erneut nahm sich mich bei der Hand, lauschte noch einmal, befahl mir  Ruhe und zog mich über die angrenzende Straße  zu einer Betonfläche mit Fahrradständern um einen Baum darin. Vorsichtig schob sie etwas Laub beiseite unter der tatsächlich einsam und allein eine Grille zirpte. Ich traute meinen Augen nicht: Das ist verblüffend, sagte ich: Du musst ein übermenschliches Gehör haben, das ist ein Geheimnis!“

Nein, sagte sie, ich hör doch nicht besser als Du, mein Gehör ist das gleiche wie deines, da gibt es kein Geheimnis.“

Flüchtig zog sie ihr Portmonee aus der Tasche und kramte eine Münze heraus, die sie achtlos auf den Bürgersteig warf, und für einen Augenblick, inmitten des Getöses, schien sich jeder Kopf innerhalb von  einigen Metern danach umzusehen, woher das Geräusch gekommen war.

"Siehst Du", sagte sie lächelnd zu mir, "es hängt nur davon ab, wonach du lauschst" und ich sah mit gespanntem Blick in das Antlitz des Flaneurs.





Was einen nötigt aber nicht demütigt
Was einem zuläuft aber nicht nachläuft
Was man so runterschluckt und was man anspuckt

Wenn Feierabend ist und alles fertig
Wenn der letzte Zug fährt und niemand im Abteil sitzt
Wenn Redakteure nicht mehr wissen mit welcher Nachricht
Sie anfangen sollen
Wenn die Menschen wieder Hosenträger brauchen
Und
Wenn der Mensch älter wird als der Kohlrabe
Und es nur noch Steckrüben gibt 

Wenn die Menschen ihre Briefe
Liebesbriefe, private Zeilen, Sentenzen
Im Computer aufbewahren
Auf 100 Gigabyte, 160 Gigabyte, 250 Gigabyte
Mit 7200 Umdrehungen pro Minute

Wo es dreiviertel drei ist und nicht viertel vor drei,
Wo man immer ansteht, aber sich niemand anstellt
Wo man immer vorsteht aber behauptet nicht dahinter zu stehen
Wo man nie die Meinung sagt und sich in die Tasche lügt

Was, wenn, wo

Sie versuchen das wesentliche zu umgehen
Und dann
die Hände wieder nach Öl stinken

Nach diesem Abzählspiel



neulich bin ich
neben einer alten mutti aufgewacht,
deren gebiss sie vor dem akt,
in ein sprudelndes kukidentglas
gehängt haben muss.
wir aßen gemeinsam
ich ein steak und sie
bekam suppe

ich spielte tischfussball
mit einem glazköpfigen
bankräuber,
der sich seine alte zellennummer
mit skriptol auf die elle tätowiert hatte.
nachdem er verlor, bat er mich
zwei kästchen seines lottoscheins
auszufüllen, doch auch dieses mal
wurde er nicht reich

ich war verfolgter in einem ganz üblen streifen,
der zu einer gewissen stunde
auf jedem programm lief.
dort war ich der schurke und
bekam einen streifschuss;
am nächsten tag meldete ich mich
auf der arbeit als krank

die leute hatten keine ahnung;
einmal lag ich sterbenskrank da,
einmal verlor ich ein bein und
ein anderes mal beide arme,
dass ich mir nicht einmal den arsch
abputzen konnte

sie haben mir bei völligem bewusstsein
den schädel aufgeklappt und mir
das fell über die ohren gezogen,
sie haben mich strammstehen
und salutieren lassen

und das alles nicht zufällig,
denn zufällig verstehe ich
eine menge davon

neuerdings werde ich gezwungen
mit ulrike meinhof zu verkehren.
sie können sich vorstellen,
wie mich das alles mitnimmt:

die haben die falsche gehängt



Der Staat ist eine historische Übergangserscheinung, eine vergängliche Form der Gesellschaft. (Bakunin)


Vielleicht ist Politik die Kunst, von den Reichen das Geld und von den Armen die Stimmen zu erhalten, beides unter dem Vorwand, die einen vor den anderen zu schützen!


Staunen ist der erste Grund der Philosophie....


...und unfreiwilliges Lob!


Aus diesem Grunde...





...Du brauchst nicht einmal ein Instrument, auch nicht die Kamera, denk dir einfach ein Geräusch aus...

...einen Beat...

... mit nur feinstem Stechapfel intuitieren 

à la Zorba Buddha Paraphernalia...


...manchmal ist einer da gewesen, der wollte kontrollieren, ob es euch noch gut geht...


...den Brechts, Tucholskys, den Wedekinds...

...




                                            

 
 Top